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IFAT 26: Fraunhofer zeigt Ansätze für Wasser- und Kreislaufwirtschaft

Auf der IFAT 2026 präsentiert die Fraunhofer-Gesellschaft gemeinsam mit der Fraunhofer-Allianz SysWasser Lösungen für die Wasseraufbereitung, Rohstoffrückgewinnung und das Recycling.

von | 27.04.26

Laborversuche zur Pflanzenverträglichkeit im Rahmen des abonocare-Clusters
Quelle: Fraunhofer IKTS
Fraunhofer IKTS

Auf der IFAT Munich 2026 stellen die Fraunhofer-Gesellschaft und mit ihr die Fraunhofer-Allianz SysWasser unter dem Motto „Water, Energy, Circularity – Green Technology for a Resilient Future“ Technologien für eine nachhaltige Wasser- und Rohstoffwirtschaft vor. Beteiligt sind acht Institute, die Anwendungen entlang des gesamten Wasserkreislaufs präsentieren – von der Analytik über die Abwasserbehandlung bis zur Wiederverwendung.

Spurenstoffe aus Abwasser entfernen

Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT stellt ein Verfahren zur Entfernung von Spurenstoffen vor. Es kombiniert Adsorption, Desorption und Konzentration, um Rückstände etwa aus Arzneimitteln oder Reinigungsmitteln aus dem Wasser zu entfernen.

„Durch die Regenerierbarkeit der Adsorberharze vor Ort können wir den Energie- und Ressourcenverbrauch der Spurenstoffelimination deutlich senken und am Ende des Prozesses ein hochkonzentriertes Spurenstoffkonzentrat entsorgen“, so Dr. Lukas Rüller vom Fraunhofer UMSICHT.

Nährstoffe aus Reststoffen zurückgewinnen

Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS arbeitet im Rahmen des abonocare-Clusters – eines interdisziplinären Innovationsnetzwerks aus Mitteldeutschland – an der Nutzung organischer Reststoffe. Ziel ist es, Nährstoffe aus Gülle, Gärresten und Klärschlamm zurückzugewinnen und für industrielle Anwendungen nutzbar zu machen.

Der Ansatz soll dazu beitragen, Stoffkreisläufe zu schließen und die Abhängigkeit von energieintensiv hergestellten Düngemitteln zu verringern.

Biomining für Metalle aus Abfallströmen

Das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB zeigt ein Verfahren zur Rückgewinnung von Metallen aus Elektroschrott. Dabei kommen Mikroorganismen zum Einsatz, die Metalle mobilisieren, binden oder ausfällen können. Zum Einsatz kommen unter anderem Prozesse wie Bioleaching, Biosorption, Bioakkumulation sowie Biofällung. Ziel ist es, Metalle wie Kupfer, Zink oder Seltene Erden aus Abfallströmen zurückzugewinnen.

Recycling von Rotorblättern

Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU arbeitet im EU-Projekt RECREATE gemeinsam mit Partnern an Lösungen für die Wiederverwendung von Windkraftrotorblättern. Im Fokus stehen demontagegerechte Konstruktionen, lösbare Klebverbindungen, zerstörungsfreie Prüfungen und Recyclingtechnologien. Auf der Messe wird dies anhand eines Rotorblattsegments demonstriert.

 

Fraunhofer-Institute auf der IFAT Munich 2026: Halle B2, Stand 115

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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