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Forschungsprojekt: Aufbereitung salzhaltiger Abwässer

Im Projekt HaSiMem wollen Forschende unter der Leitung der K-Utec AG Salt Technologies untersuchen, ob Membrandestillation vorteilhafter als das herkömmliche Verfahren der Eindampfung von Salzabwässern ist. Am Beispiel der salzhaltigen Sickerwässer aus Rückstandshalden der Kaliindustrie soll dies nun  mit den Partnern Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS), Solarspring GmbH, K+S AG und LMBV mbH […]

von | 12.05.22

Im Projekt HaSiMem wollen Forschende unter der Leitung der K-Utec AG Salt Technologies untersuchen, ob Membrandestillation vorteilhafter als das herkömmliche Verfahren der Eindampfung von Salzabwässern ist. Am Beispiel der salzhaltigen Sickerwässer aus Rückstandshalden der Kaliindustrie soll dies nun  mit den Partnern Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS), Solarspring GmbH, K+S AG und LMBV mbH umgesetzt werden. Das Ministerium für Bildung und Forschung fördert das Gemeinschaftsprojekt für die nächsten drei Jahre.

Ziele: Wasserverfügbarkeit erhöhen, Gewässereinträge vermeiden

Eine besondere Herausforderung stellt die Aufbereitung von salzhaltigen Abwässern dar, da die Trennung von Salz und Wasser einen sehr hohen technischen und energetischen Aufwand erfordert. Durch die Abtrennung von Salzen aus Wasser können diese einer weiteren Nutzung zugeführt und die Einleitung von Salzabwässern in Gewässer reduziert oder sogar vollständig vermieden werden. Das Projekt HaSiMem steht für »Wasserrückgewinnung aus Haldensickerwässern auf der Basis von Membrandestillationsprozessen und Kopplung mit Kristallisation« und hat das Ziel, ein wettbewerbsfähiges Aufbereitungsverfahren zur Wasser- und Salzgewinnung aus salzbelasteten Haldensickerwässern zu entwickeln. Das gekoppelte Verfahren soll die Wasserverfügbarkeit erhöhen, die Rückgewinnung von Salzen zur kommerziellen Verwertung ermöglichen und den Eintrag von Salz in Vorfluter reduzieren.

Die Forschungspartner des Projekts

Die K+S-Gruppe betreibt als internationales Rohstoffunternehmen den Abbau von kalium-, magnesium- und schwefelhaltigem Rohsalz. Das Unternehmen stellt einen Standort für die in diesem Projekt entwickelte Pilotanlage zur Verfügung, in der das Verfahren realitätsnah getestet werden kann. Auch die LMBV – Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH – ermöglicht den Testbetrieb einer Pilotanlage auf ihrer Halde. Die Firma trägt mit ihrem Bereich Kali-Spat-Erz bergrechtliche Verantwortung für mehrere ab 1990 stillgelegte, ehemals volkseigenen Bergwerksbetriebe in den Bundesländern Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Als Forschungspartner befassen sich die SolarSpring GmbH, das Fraunhofer IKTS am Standort Hermsdorf sowie die K-Utec AG Salt Technologies mit der Entwicklung neuer Technologien für die Aufbereitung und Rückgewinnung von Ressourcen aus salzhaltigen Abwässern der Bergbauindustrie.

Projekt von internationaler Tragweite

Sinnvolle technische Lösungen zur Aufbereitung salzbelasteter Wässer sind nicht nur in Deutschland, sondern auch in China, Chile, Indien, Mexiko, Peru, den USA und vielen weiteren Ländern gefragt, um der in zahlreichen Regionen herrschenden Wasserknappheit entgegenzuwirken und die Wasserverfügbarkeit zu verbessern. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag, um einer internationalen Umweltherausforderung zu begegnen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

In der Salzhalde Bischofferode soll eine im Projekt HaSiMem entwickelte Pilotanlage zur Abtrennung von Salzen und Wasser aus Haldensickerwässern getestet werden. (Quelle Fraunhofer IKTS)

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