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EU-Projekt entwickelt Direktrecycling für Batterien

Im EU-Projekt „ReUse“ entwickeln 13 Partner unter Koordination des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC Verfahren zum Direktrecycling von Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP). Ziel ist es, Aktivmaterialien energieeffizient zurückzugewinnen und wieder in neuen Batterien einzusetzen.

von | 05.03.26

Roboter-Anlage zur automatisierten Demontage von Batterien
Quelle: Shahbaz Tareq Bandesha/ Fraunhofer ISC
Fraunhofer ISC Batterie Recycling Batterien Prozesse

Im EU-Projekt „ReUse“ arbeitet ein europäisches Konsortium aus Forschung und Industrie unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC an Verfahren, mit denen Batteriematerialien, darunter Kathoden- und Anodenmaterialien aus Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP), direkt separiert und nach einer Regeneration wiederverwendet werden können. Anders als bei klassischen Recyclingverfahren wie Pyro- oder Hydrometallurgie bleiben die Funktionsmaterialien in ihrer ursprünglichen Struktur erhalten.

Das Projekt konzentriert sich auf LFP-Batterien, die unter anderem in stationären Speichern und Elektrofahrzeugen eingesetzt werden. Diese Zellchemie kommt ohne Kobalt und Nickel aus, enthält jedoch relevante Mengen an Lithium, Kupfer und Graphit.

Automatisierte Demontage und Materialtrennung

Das Konsortium entwickelt automatisierte Prozesse für Entladung, Demontage, Sortierung und Materialaufbereitung. Dazu gehören KI-gestützte Sortiersysteme, robotergestützte Demontageverfahren sowie Technologien zur schonenden Trennung der Elektroden.

Für die Entfernung von Bindemitteln setzen die Projektpartner unter anderem auf „superkritisches“ CO2. Dieses Verfahren soll eine effiziente Extraktion ermöglichen, ohne die Aktivmaterialien zu beschädigen.

Beitrag zur Rohstoffsicherung

Hintergrund des Projekts sind steigende Anforderungen an eine europäische Rohstoffsicherung. Ein großer Teil des weltweit verwendeten Graphits stammt aus China. Zusätzliche Exportbeschränkungen für Graphit und LFP-Kathodenmaterialien erhöhen die Abhängigkeit europäischer Batteriehersteller.

Mit dem Direktrecycling sollen Materialien aus Altbatterien wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden. Bis 2030 werden in Europa erhebliche Mengen ausgedienter Batterien erwartet, die als sekundäre Rohstoffquelle genutzt werden können.

Das Projekt läuft bis 2028 und wird von der Europäischen Union gefördert.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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