Mit einer Fördersumme von 2,9 Millionen Euro unterstützt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) seit Anfang 2024 insgesamt zwölf Bildungsprojekte, die sich dem Thema „Transformative Bildung für nachhaltige Entwicklung“ widmen. Ziel ist es, Menschen dazu zu befähigen, eigenständig Ideen für nachhaltigen Wandel zu entwickeln, umzusetzen und weiterzugeben.
Bildung als Motor für Veränderung
Nach Angaben der DBU steht hinter der Initiative der Gedanke, dass eine bloße Vermittlung von Wissen nicht ausreiche, um gesellschaftliche Transformation zu erreichen. Vielmehr gehe es darum, Bildungsformate zu fördern, die Menschen aktiv einbinden und so Denk- und Handlungsweisen verändern. Diese Projekte sollen nicht nur Umweltbewusstsein stärken, sondern auch demokratische Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.
„Klimakrise, Biodiversitätsverlust sowie gestresste Ökosysteme sind Symptome eines zunehmend rücksichtslosen Umgangs mit Umwelt und Ressourcen – mit bedrohlichen Folgen für Menschen, Tiere und Pflanzen. Diese Entwicklungen sollten Ansporn für eine nachhaltigere Lebens- und Wirtschaftsweise sein“, sagt DBU-Abteilungsleiterin Dr. Cornelia Soetbeer.
Breites Themenspektrum von Verkehr bis Energie
Die zwölf geförderten Vorhaben decken laut DBU ein breites Spektrum an Themen ab. Sie reichen von nachhaltiger Verkehrsplanung und Wasserbewirtschaftung bis hin zu Klimaanpassung durch Gründächer und Fragen der Energiewende. Die Bildungsprojekte sollen als praxisorientierte Beispiele zur Nachahmung anregen.
Nachhaltige Mobilität in Köln im Fokus
Ein Projekt in Köln beschäftigt sich mit der Frage, wie eine nachhaltige Verkehrswende gelingen kann. Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen sollen gemeinsam mit Stadtplanungsinstitutionen und einem Planungsbüro Möglichkeiten für eine zukunftsgerichtete Mobilität entwickeln und bewerten – unter Einbezug technischer, ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Aspekte.
Wasserprojekte mit Jugendbeteiligung in der Region Oldenburg
Ein weiteres Projekt widmet sich dem nachhaltigen Umgang mit Wasserressourcen in ländlichen Regionen. In der Umgebung von Oldenburg entwickeln Wasserversorgungsunternehmen, Bildungs- und Jugendzentren sowie Schulen gemeinsam Konzepte für ein technisches und ökologisches Wassermanagement. Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 17 Jahren sind aktiv beteiligt.
Leipziger Gründächer als Beispiel für Klimaanpassung
In Leipzig rücken die vorhandenen Gründächer auf Fahrgastunterständen in den Fokus eines weiteren Projektes, da sie Niederschlagswasser aufnehmen, speichern und zeitverzögert wieder abgeben. Rund 120 Bürgerinnen und Bürger sollen gemeinsam mit Fachleuten über deren Weiterentwicklung und dauerhafte Pflege beraten. Die DBU sieht in diesem partizipativen Ansatz einen möglichen Beitrag zum Umgang mit Folgen des Klimawandels wie Starkregen.
„Die beteiligten Menschen unterstützen zum einen Forschung und Verwaltung – zum anderen sind sie zugleich Mitwirkende bei der Zukunftsgestaltung“, betont Soetbeer bei dem Projekt.
Auswahl der Bildungsprojekte
Die Auswahl der Projekte erfolgte aus insgesamt 90 Bewerbungen, von denen das Kuratorium der DBU letztlich zwölf bewilligte. Beteiligt sind unter anderem Hochschulen, Kommunen, Vereine und Unternehmen. Die Stiftung verfolgt mit der Förderinitiative das Ziel, die Umweltkompetenz zu stärken und zur aktiven Mitgestaltung einer nachhaltigen Zukunft zu motivieren.
„Eine Schlüsselrolle für das Gelingen der gesellschaftlichen Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit spielen Bildungsformate, welche die Menschen einbeziehen und so Veränderungen im Denken und Handeln bewirken“, so Soetbeer.







