Generic filters
FS Logoi

Zertifikat für nachhaltiges Methanol

BASF bietet nun auch biomassenbilanziertes Methanol mit der ISCC-EU-Zertifizierung an. Damit stehen insgesamt vier Nachhaltigkeitszertifizierungen zur Verfügung, die die unterschiedlichen Anforderungen der chemischen Industrie und des Biokraftstoffsektors abdecken.

von | 01.12.25

Biomassenbilanziertes Methanol erfüllt, je nach Zertifizierung, unterschiedliche Anforderungen der chemischen Industrie und des Kraftstoffsektors.
Quelle: Yellow Boat / Adobe Stock
Industrie Methanol

BASF hat ihr Portfolio an biomassenbilanziertem Methanol um die ISCC-EU-Zertifizierung ergänzt. Seit Mitte 2025 liefert der Unternehmensbereich Intermediates Methanol, das den Anforderungen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (Renewable Energy Directive, RED III) entspricht. Damit steht ein Zertifizierungsrahmen zur Verfügung, der sowohl die Vorgaben der chemischen Industrie als auch die des Biokraftstoffmarkts erfüllt.

Die zugrunde liegende Methodik basiert auf dem Biomassenbilanz-Ansatz, bei dem fossile Rohstoffe entlang der Produktionskette anteilig durch nachhaltige Rohstoffe ersetzt und über einen zertifizierten Massenbilanzansatz einzelnen Verkaufsprodukten zugeordnet werden.

Vier Zertifizierungssysteme

Für die chemische Industrie sind die Methanolprodukte nach den Standards ISCC PLUS und REDcert zertifiziert, während ISCC EU und REDcert-EU die spezifischen Anforderungen des Biokraftstoffsektors adressieren. Das erweitert die Einsatzmöglichkeiten, insbesondere für Unternehmen, die regulatorische Vorgaben in unterschiedlichen Märkten erfüllen müssen.

Die ISCC-EU-Zertifizierung bestätigt, dass das Produkt die Vorgaben zu Nachhaltigkeit und Treibhausgasemissionen gemäß RED III erfüllt und zusätzliche ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt.

„Mit der Ergänzung der ISCC-EU-Zertifizierung sind wir ideal aufgestellt, um Kunden aus der Chemie- und Biokraftstoffindustrie ein flexibles, glaubwürdiges und unabhängig verifiziertes Angebot zu machen. Das erste Feedback aus dem Markt war sehr positiv, insbesondere von mehreren strategischen Partnern“, so Holger Suhren, Senior Account Manager im Unternehmensbereich Intermediates der BASF.

Einsatzmöglichkeiten

Methanol ist ein wichtiges industrielles Zwischenprodukt, das bei der Herstellung von Kunststoffen, Pharmazeutika, Pflanzenschutzmitteln und Kraftstoffadditiven eingesetzt wird. Die biomassenbilanzierte Variante ist chemisch identisch mit dem fossilen Methanol und kann ohne Prozessanpassung als „Drop-in-Lösung“ verwendet werden. Im Vergleich zu konventionellem Methanol der BASF lassen sich die Treibhausgasemissionen laut Unternehmen deutlich reduzieren.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, alle 2 Wochen in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Projekt MANTRA unterstützt Forschung für Materialinnovationen
Projekt MANTRA unterstützt Forschung für Materialinnovationen

Das Verbundprojekt MANTRA begleitet seit 2024 die 15 geförderten Forschungsprojekte aus der Fördermaßnahme „MaterialNeutral – Ressourcensouveränität durch Materialinnovationen“ aus Modul 1 „Materialien
für Prozesseffizienz“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt dabei in den Bereichen Katalyse und Membranen.

mehr lesen
F&S 2026: Ein Jahr der Schlüsseltechnologien
F&S 2026: Ein Jahr der Schlüsseltechnologien

Die F&S-Redaktion blickt auf ein Jahr 2026, das technologisch und thematisch Weichen stellt: Aerosoltechnologie, Wasser- und Umweltverfahren, industrielle Filtration, Prozessindustrie, Lebensmitteltechnologien und Membranverfahren stehen im Fokus. Jede Ausgabe begleitet Branchenevents, auf denen die Fachzeitschrift in hoher Auflage ausliegt.

mehr lesen
Nicht-Abgas-Emissionen dominieren Feinstaub im Straßenverkehr
Nicht-Abgas-Emissionen dominieren Feinstaub im Straßenverkehr

Eine Studie der TU Graz hat gezeigt, dass Reifen- und Straßenabrieb sowie Bremsemissionen heute den größten Teil der Partikelbelastung im Straßenverkehr verursachen. Abgaspartikel spielen dagegen nur mehr eine untergeordnete Rolle. Trotz technischer Fortschritte werden die ab 2030 geltenden Luftqualitätsgrenzwerte vielerorts schwer einzuhalten sein.

mehr lesen

Sie möchten die F&S Filtrieren und Separieren testen?

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die F&S kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03