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Vierte Reinigungsstufe mit Membrantechnik in Betrieb genommen

In Lindau ist eine erweiterte Kläranlage mit einer zusätzlichen Membran-Reinigungsstufe in Betrieb gegangen. Zum Einsatz kommt eine PFAS-freie Membrantechnologie der WTA Unisol GmbH, die auf die Entfernung von Mikroschadstoffen ausgelegt ist.

von | 13.02.26

Die Kläranlage Lindau wurde um eine vierte Reinigungsstufe mit Membrantechnik zur Entfernung von Mikroschadstoffen erweitert.
Quelle: GTL (Garten- und Tiefbaubetriebe Lindau)
Kläranlage Lindau GTL (Garten- und Tiefbaubetriebe Lindau) Reinigungsstufe

Im Dezember 2025 wurde die erweiterte Kläranlage Lindau in Betrieb genommen. Mit der zusätzlichen vierten Reinigungsstufe wurde die bestehende Infrastruktur modernisiert und um eine Membrantechnologie zur weitergehenden Abwasserreinigung ergänzt. Die Anlage liegt im Einzugsgebiet des Bodensees, einem bedeutenden Trinkwasserspeicher, was besondere Anforderungen an den Gewässerschutz stellt. Nach Angaben der Betreiber erreicht das gereinigte Abwasser Ablaufwerte in Badegewässerqualität.

PFAS-freie Membranen zur Entfernung von Mikroschafstoffen

Für die Membran-Reinigungsstufe setzt die Stadt Lindau auf die Mytex-Technologie von WTA Unisol. Die eingesetzten Materialien bestehen aus Polyethersulfon (PES) und kommen ohne per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) aus. PFAS-haltige Materialien wie PVDF stehen zunehmend im Fokus regulatorischer Vorgaben, da sie als persistent gelten und sich in Umwelt und Organismen anreichern können.

PES wird hingegen als chemisch und thermisch beständig beschrieben und findet bereits in sensiblen Anwendungsfeldern Einsatz. Die Membranen sind für den dauerhaften Betrieb in kommunalen Kläranlagen ausgelegt und ermöglichen eine effektive Abtrennung von Mikroschadstoffen.

Einordnung vor dem Hintergrund regulatorischer Entwicklungen

Die Wasseraufbereitung steht vor veränderten Rahmenbedingungen, unter anderem durch geplante Einschränkungen für PFAS auf europäischer Ebene. Vor diesem Hintergrund gewinnen alternative Membranmaterialien an Bedeutung. PFAS-freie Lösungen können dazu beitragen, mögliche zukünftige Nutzungseinschränkungen zu vermeiden und die langfristige Betriebssicherheit von Anlagen zu erhöhen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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