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Verfahrenstechnik startet 2025 positiv, Lufttechnik unter Druck

Die Verfahrenstechnik konnte im ersten Halbjahr 2025 leicht zulegen, während die Lufttechnik Exportrückgänge verzeichnete. Vor allem die Märkte in den USA und China wirkten sich belastend aus, während Europa für Stabilität sorgte.

von | 26.09.25

Links: Richard Clemens, VDMA Geschäftsführer Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, rechts: Robert Hild, VDMA Geschäftsführer Allgemeine Lufttechnik
Quelle: VDMA
VDMA Verfahrenstechnik Lufttechnik

Die konjunkturelle Lage bleibt für die Verfahrenstechnik und Allgemeine Lufttechnik herausfordernd. Vor allem die Exporte nach China und in die USA gingen im ersten Halbjahr 2025 zurück. Während die Nachfrage in Europa für Entlastung sorgt, ist eine grundlegende Trendumkehr nicht absehbar.

Verfahrenstechnik mit leichtem Plus

Die Exporte der Verfahrenstechnik entwickelten sich in den ersten sechs Monaten 2025 mit einem Plus von 0,8 Prozent leicht positiv. Mit einem Volumen von 521 Mio. Euro stieg Frankreich zum zweitgrößten Exportmarkt auf und löste damit China ab. Europa bleibt mit einem Marktanteil von über 60 % die wichtigste Absatzregion.

„Deutschland hat eine innovative Verfahrenstechnikbranche, die Standards setzt“, so Richard Clemens, Geschäftsführer VDMA Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate.

Zugleich wies er auf Belastungen durch Zollpolitik, Investitionszurückhaltung und Preisdruck hin.

Belastung durch US-Zollpolitik

Die amerikanische Zollpolitik belastete die Handelsbeziehungen mit Deutschland. Nachdem die Exporte in die USA im Jahr 2024 deutlich angestiegen waren, ergab sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 ein Rückgang von 6,8 Prozent. Der Auftragseingang aus dem Ausland entwickelte sich hingegen positiv und lag insgesamt 26 Prozent über dem Wert des Vorjahres.

Lufttechnik mit Rückgängen

Die Allgemeine Lufttechnik verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 hingegen erneut Exportrückgänge von 3,8 %. Während die Ausfuhren nach Frankreich (+10 %), ins Vereinigte Königreich (+6,1 %) und in den Nahen und Mittleren Osten (+20 %) stiegen, sanken sie nach China (–20 %) und in die USA (–6,3 %). Der Auftragseingang lag 13 Prozent unter dem des Vorjahres.

Lediglich die Trocknungstechnik konnte sich dem negativen Trend entziehen. Aufgrund ihres starken Auslandsgeschäfts verzeichnete die Sparte einen deutlichen Anstieg der Bestellungen.

„Die Konjunktur bleibt herausfordernd – trotz innovativer Lösungen, die die Lufttechnik für zentrale Zukunftsthemen wie Energieeffizienz und Klimaschutz bereithält. Überregulierung bremst die Innovationskraft erheblich. Jetzt ist es höchste Zeit, den regulatorischen Rahmen zu entschlacken und widersprüchliche sowie überlappende Vorgaben zu beseitigen“, sagte Robert Hild, Geschäftsführer VDMA Allgemeine Lufttechnik.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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