Generic filters
FS Logoi

Strategische Partnerschaft zur CO₂-Abscheidung

EEW Energy from Waste und der Maschinen- und Anlagenbauer GEA haben eine strategische Partnerschaft zur CO₂-Abscheidung geschlossen. Ziel ist es, praxistaugliche Lösungen zu entwickeln und die Technologie für den industriellen Einsatz vorzubereiten.

von | 23.05.25

Dr. Joachim Manns (l.), Chief Operating Officer (COO) der EEW-Gruppe, und Kristina Böe (r.), Senior Vice President Powder & Thermal Separation bei GEA, vereinbarten eine strategische Partnerschaft.
Quelle: Michael Golek/GEA
CO₂-Abscheidung

EEW Energy from Waste (EEW) und der Maschinen- und Anlagenbauer GEA haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Gemeinsam wollen sie CO₂-Abscheidungsverfahren unter realen Betriebsbedingungen erproben und weiterentwickeln. Ziel ist es, Technologien zur Abscheidung und Nutzung von CO₂ hinsichtlich Effizienz, Skalierbarkeit und Integration in bestehende Prozesse zu analysieren und für eine spätere großtechnische Umsetzung vorzubereiten.

GEA-Lösungen für CO₂-Abscheidung

Im Rahmen der Zusammenarbeit hat EEW eine mobile Testanlage von GEA erworben. Diese soll ab Sommer 2025 an mehreren Standorten des Entsorgungsunternehmens eingesetzt werden. Den Auftakt macht der niederländische Standort Delfzijl. Dort wird untersucht, wie sich die CO₂-Abscheidung in den laufenden Betrieb thermischer Abfallverwertungsanlagen integrieren lässt.

„Gemeinsam setzen wir auf modernste Technologien zur CO₂-Abscheidung, um den Weg zur großtechnischen Umsetzung zu ebnen“, sagte Dr. Joachim Manns, Chief Operating Officer (COO) der EEW-Gruppe.

Die Testanlage diene dabei als Grundlage zur Bewertung technologischer Reife und zur Vorbereitung einer potenziellen industriellen Anwendung.

GEA-Technologie im Einsatz

GEA liefert für die Partnerschaft eine Komplettlösung, die alle Prozessschritte von der Gasreinigung über die Abscheidung bis zur möglichen Verflüssigung des CO₂ abdeckt. Zudem bestehen Optionen zur Nutzung der aus dem Prozess gewonnenen Wärmeenergie – etwa zur Eigenstromerzeugung oder zur Effizienzsteigerung des Abscheideprozesses selbst. Weiterführend bieten sich Einsatzmöglichkeiten im Bereich Carbon Capture Utilisation (CCU) zur Umwandlung des abgeschiedenen CO₂ in chemische Vorprodukte oder im Rahmen von Carbon Capture Storage (CCS) zur Einlagerung.

„Mit der neuen Testanlage und der eingesetzten Technologie unterstützen wir EEW beim gesteckten Ziel der Dekarbonisierung und auf dem Pfad dorthin. Hierbei spielt die CO₂-Abscheidung eine zentrale Rolle“, erklärte Dr. Felix Ortloff, Senior Director Carbon Capture Solutions bei GEA.

Rahmenbedingungen als Schlüssel zur Umsetzung

EEW betont neben der technologischen Notwendigkeit auch den politischen Handlungsbedarf. Für eine wirtschaftlich tragfähige Umsetzung sei ein klarer regulatorischer Rahmen erforderlich – insbesondere in Bezug auf Transportinfrastruktur, Speicherungs- sowie Nutzungsmöglichkeiten und wirtschaftliche Anreize für erste Projekte.

„Wir stehen in den Startlöchern. Aber wir brauchen klare Spielregeln, um loslegen zu können“, betonte Dr. Manns. „Die neue Bundesregierung muss jetzt liefern: Wir brauchen einen regulatorischen Rahmen, der eine wirtschaftlich sinnvolle Investition in Bau und Betrieb einer CO₂-Abscheidung ermöglicht, ein CO₂-Pipelinenetz, Planungssicherheit für Investitionen und eine Anschub-Förderung zur Risikoreduktion für die ersten Pionierprojekte.“

Ein besonderes Potenzial sieht EEW in der Abscheidung biogener CO₂-Anteile. Diese können bei Speicherung negative Emissionen erzeugen – ein Beitrag, der laut Unternehmen für die nationalen Klimaziele eine wichtige Rolle spielen könnte.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, alle 2 Wochen in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Umwelttechnologien mit stabilen Zukunftserwartungen
Umwelttechnologien mit stabilen Zukunftserwartungen

Eine Langzeitanalyse der IFAT Munich wertet Ausstellerbefragungen der vergangenen 13 Jahre aus. Trotz einer zunehmend kritisch bewerteten wirtschaftlichen Lage blicken Unternehmen der Umwelttechnologien weiterhin optimistisch in die Zukunft.

mehr lesen
Deutsch-indische Zusammenarbeit in Textilforschung
Deutsch-indische Zusammenarbeit in Textilforschung

Die indische Generalkonsulin Frau Dr. Shuchita Kishore hat das Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University besucht. Im Mittelpunkt standen gemeinsame Projekte mit indischen Partnern in den Bereichen Wasserstofftechnologie und nachhaltige Textilprozesse.

mehr lesen

Sie möchten die F&S Filtrieren und Separieren testen?

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die F&S kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03