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Prüfung chinesischer PET-Spinnvliese gestartet

Die Europäische Kommission hat eine Anti-Dumping-Untersuchung zu PET-Spinnvlies aus China eingeleitet. Hintergrund sind Beschwerden von EDANA-Mitgliedsunternehmen über steigende Importe zu aus ihrer Sicht unfairen Preisen.

von | 23.09.25

Vliesstoffe wie PET-Spinnvlies sind ein zentraler Bestandteil der Bauwirtschaft.
Quelle: EDANA
EDANA PET Spinnvlies

Die Europäische Kommission hat am 15. September 2025 eine Anti-Dumping-Untersuchung zu Importen von PET-Spinnvliesen aus China eröffnet. Der Schritt folgt einer Beschwerde von Mitgliedsunternehmen von EDANA, dem internationalen Verband der Vliesstoff- und verwandten Industrien.

Hintergrund

PET-Spinnvlies ist ein Vliesstoff aus Polyesterfilamenten und dient als Trägerschicht in Bitumenbahnen. Diese Materialien sind ein wichtiger Bestandteil der Bauwirtschaft, insbesondere bei Dachkonstruktionen und energetischen Sanierungen im Rahmen der EU-Klimapolitik.

Marktentwicklung

Nach Angaben der Beschwerdeführer stiegen die Importe chinesischer Anbieter seit 2021 deutlich an. Zwischen 2021 und 2024 wuchs der Marktanteil chinesischer Produkte von wenigen Prozent auf rund 15 bis 20 %. Europäische Hersteller sehen sich dadurch erheblich unter Druck gesetzt.

Ablauf der Untersuchung

Die Untersuchung der Kommission kann bis zu 14 Monate dauern. Bereits nach acht Monaten könnten vorläufige Maßnahmen verhängt werden. Zudem ist es möglich, dass nationale Zollbehörden Importe registrieren. In diesem Fall könnten endgültige Anti-Dumping-Zölle rückwirkend erhoben werden.

Stellungnahme von EDANA

„Der EU-Sektor für PET-Spinnvlies steht unter zunehmendem Druck durch chinesische Hersteller. Seit 2021 haben chinesische Produzenten ihre Exporte von PET-Spinnvlies in die EU rapide gesteigert und auf Kosten der EU-Industrie einen bedeutenden Anteil des EU-Marktes für PET-Spinnvlies übernommen. Dementsprechend hoffen wir auf eine rasche Registrierung der Einfuhren und die Möglichkeit einer rückwirkenden Einführung von Antidumpingmaßnahmen“, so Jacques Prigneaux, EDANAs Direktor für Marktanalyse und wirtschaftliche Angelegenheiten.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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