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Phosphor-Rückgewinnung: Erweiterung der Kapazitäten

EasyMining, ein Unternehmen der Ragn-Sells Gruppe, plant den Bau einer zweiten Ash2Phos-Anlage in Helsingborg, Schweden. Mit der Verdoppelung der Kapazität für eine nachhaltige Phosphorrückgewinnung in Europa wird die Anlage 30.000 Tonnen Klärschlammasche pro Jahr verarbeiten. Geplant ist der Start für das Jahr 2028.

von | 29.01.25

In Helsingborg, Schweden, entsteht eine zweite Ash2Phos-Anlage (Symbolbild).
Quelle: AdobeStock/nikitamaykov

„Um als Gesellschaft nachhaltig zu werden, müssen wir vorhandene Ressourcen wieder und wieder nutzen. Diese Investition erschließt das Potenzial von Klärschlammasche als heimische und kreislauffähige Phosphorquelle“, sagt Christian Kabbe, Geschäftsführer von EasyMining Deutschland.

Phosphor in der Landwirtschaft ersetzen

Die von EasyMining entwickelte Ash2Phos-Technologie gewinnt über 90 % des Phosphors aus Klärschlammasche zurück und extrahiert zusätzlich wertvolle Ressourcen. Der zurückgewonnene Phosphor, der als Calciumphosphat hergestellt wird, kann neuen Phosphor in der Landwirtschaft ersetzen, und damit die Abhängigkeit Europas von Importen aus Ländern wie Russland und Marokko verringern.

„Unsere Technologie dient nicht nur der Rückgewinnung von Phosphor, sondern auch der Erzeugung kommerzieller Nebenprodukte wie z.B. Eisenchlorid und Natriumaluminat, die in der Abwasseraufbereitung eingesetzt können. Das ist ein weiterer Schritt in Richtung eines kreislauforientierten Ansatzes für das Abwassermanagement“, sagt Jan Svärd, CEO von EasyMining.

Angesichts der 2029 in Deutschland in Kraft tretenden Pflicht zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm sind diese Anlagen von entscheidender Bedeutung für die Einhaltung von Umweltzielen.

Verdopplung der Kapazitäten zur Phosphor-Rückgewinnung

Die Anlage in Helsingborg wird die weltweit erste Ash2Phos-Anlage in Schkopau (Sachsen-Anhalt) ergänzen, die ihre Produktion im Jahr 2027 aufnehmen soll. Gemeinsam werden beide Anlagen die europäische Kreislaufwirtschaft stärken und zu einer weniger abhängigen Lebensmittelproduktion beitragen.

„Die Verdopplung unserer Kapazität zur Rückgewinnung von Phosphor ist ein wichtiger Schritt zur Bewältigung globaler Herausforderungen wie Ressourcenknappheit und Klimawandel“, sagt Christian Kabbe.

„Die Anlage in Helsingborg wird zusammen mit unserer gemeinsamen Ash2Phos-Anlage in Schkopau die Phosphorrückgewinnung in Deutschland und Nordeuropa verbessern und sicherstellen, dass wir die steigenden Aschemengen effizient verarbeiten können“, ergänzt Dr. Agnes Janda von Gelsenwasser.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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