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Neuausrichtung im Regenwassermanagement

Der Entwässerungsspezialist Hauraton hat 2025 zentrale organisatorische und technologische Weichen gestellt. Trotz eines schwierigen Marktumfelds entwickelte sich das Geschäft leicht positiv. Zugleich wurden Grundlagen für neue digitale und systematische Lösungen geschaffen.

von | 11.02.26

Die Hauraton-Geschäftsführung (v.l.n.r.): Patrick Wieland, Chief Financial Officer & Chief Human Resources Officer (CFO & CHRO); Michael Schenk, Chief Technology Officer (CTO); Marcus Reuter, Chief Executive Officer (CEO); Christoph Ochs, Chief Product Officer (CPO); Marcel Flattich, Chief Commercial Officer (CCO)
Quelle: Hauraton GmbH & Co. KG
Hauraton GmbH & Co. KG Regenwassermanagement

Das Jahr 2025 war für Hauraton von einer schwachen Baukonjunktur in vielen Märkten und umfassenden internen Veränderungen geprägt. Dennoch verzeichnete das Unternehmen eine insgesamt leicht positive Geschäftsentwicklung. Parallel dazu wurden strategische Entscheidungen umgesetzt, um die Organisation, den Vertrieb und das Leistungsportfolio weiterzuentwickeln. Ab 2026 sollen daraus zusätzliche digitale und systematische Angebote im Regenwassermanagement hervorgehen.

Neuaufstellung von Vertrieb und Marketing

Ein Schwerpunkt lag auf der Neustrukturierung von Vertrieb und Marketing. Nach mehrjähriger Vorbereitung wurde im Oktober 2025 eine neue Vertriebsstruktur in Deutschland eingeführt. Das Ziel ist eine klarere Marktbearbeitung, eine stärkere Ausrichtung auf planende und ausschreibende Stellen sowie eine engere Verzahnung von Vertrieb und Kommunikation.

Grundlage ist eine stärkere Fokussierung auf Entscheider im Projektgeschäft. Ergänzend wurde ein zentrales Ansprechpartnermodell für den Handel etabliert, das klare Zuständigkeiten schaffen und die Zusammenarbeit vereinfachen soll. Erfahrungen aus anderen europäischen Märkten flossen in die Umsetzung ein.

Ausrichtung auf systemische Lösungen

Die organisatorische Neuausrichtung ging über den Vertrieb hinaus. Rollen, Zuständigkeiten und regionale Zuschnitte wurden angepasst, um das Unternehmen stärker auf das Projektgeschäft und systemische Lösungen auszurichten. Das Ziel ist der Ausbau vom klassischen Entwässerungsspezialisten hin zum Systemanbieter für ganzheitliches Regenwassermanagement. Dieser Anspruch prägt Produktentwicklung, Vertrieb und Kommunikation gleichermaßen.

Digitalisierung und technologische Entwicklung

Im Bereich Technologie und Digitalisierung setzte Hauraton 2025 auf Automatisierung, digitale Prozesse und Qualifizierung der Mitarbeitenden. Ziel ist es, interne Abläufe effizienter zu gestalten und die technologische Basis für künftige Produkte und Services zu stärken.

Ein weiterer Schritt war die Beteiligung an dem Unternehmen Digital-Start-up RX Watertec, das Lösungen zur Überwachung und Steuerung von Systemen im Regenwassermanagement entwickelt. Erste Anwendungen sind bereits verfügbar und richten sich unter anderem an Betreiber bestehender Anlagen. Weitere digitale Angebote sind für 2026 geplant.

Weiterentwicklung des Produktportfolios

Im Markt weiter etabliert wurden unter anderem Speicherlösungen zur Regenwasserrückhaltung und -speicherung. Ergänzt wird das Angebot durch eine Vertriebskooperation im Bereich Retentionsbodenfilter sowie die Weiterentwicklung eines Filtersubstratsystems, das an unterschiedliche regulatorische Anforderungen internationaler Märkte angepasst ist.

Großprojekte und internationale Marktbearbeitung

Ein bedeutender Auftrag im Jahr 2025 war die Ausstattung einer Rennstrecke in Qiddiya, Saudi-Arabien. Mit einem Volumen von mehr als neun Millionen Euro handelte es sich um das bislang größte Einzelprojekt in der Unternehmensgeschichte.

Personalentwicklung als strategischer Faktor

Auch im Personalbereich setzte Hauraton gezielte Maßnahmen um. Dazu gehört ein umfangreiches Nachwuchsführungskräfteprogramm, das Mitarbeitende gezielt auf Führungsaufgaben vorbereitet. Trotz des angespannten Arbeitsmarkts konnten offene Stellen weiterhin zeitnah besetzt werden, was das Unternehmen als Ergebnis seiner Personalstrategie und Unternehmenskultur wertet.

Ausblick auf 2026

Für 2026 plant der Entwässerungsspezialist weitere Schritte in der digitalen Transformation. Dazu zählt unter anderem die Einführung eines digitalen Planungstools zur Unterstützung von Planenden bei der Auslegung von Baumstandorten. Ziel bleibt es, die eingeleitete Transformation fortzuführen, die Stabilität zu sichern und zusätzliche Umsätze zu erschließen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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