Boll & Kirch modernisiert sein zentrales Produktionsversorgungslager in Kerpen im Rahmen eines umfassenden Retrofits. Die Anlage umfasst ein dreigassiges Palettenhochregallager, ein zweigassiges Kleinteilelager (AKL) sowie Fördertechnik auf zwei Ebenen. Ziel der Maßnahmen ist es, die Betriebssicherheit zu erhöhen, Prozesse zu stabilisieren und die Steuerungs- und Sicherheitstechnik an aktuelle Anforderungen anzupassen.
Steuerung, Technik und Langverwaltung erneuern
Im Zuge des Projekts wird die bestehende Steuerungstechnik vollständig ersetzt. Dazu zählen unter anderem der Austausch von Schaltschränken und Bedienpulten sowie die Erneuerung der Antriebsregler. Gleichzeitig stellt Unitechnik die Kommunikationsinfrastruktur von Profibus auf Profinet um, ein Kommunikationsprotokoll für die industrielle Automatisierung. Sicherheitszäune, -netze und -sensoren werden ergänzt oder erneuert.
Darüber lässt der Filterhersteller zwei Regalbediengeräte im AKL austauschen. Sie übernehmen künftig die Ein- und Auslagerung der Behälter. Das Unitechnik-LVS UniWare ersetzt das bisherige Lagerverwaltungssystem, das in die bestehende IT-Landschaft integriert wird.
Umstellung im Big-Bang-Verfahren
Die Umsetzung erfolgt in einem sogenannten Big-Bang: Alle Systeme werden innerhalb eines Zeitfensters gleichzeitig umgestellt. Um Risiken während der Inbetriebnahme zu minimieren, wird die modernisierte Anlage vorab mithilfe eines digitalen Zwillings getestet.
Fokus auf Prozessqualität und langfristigen Betrieb
Mit dem Retrofit möchte Boll & Kirch eine Grundlage für einen stabilen Betrieb der zentralen Produktionslogistik schaffen. Neben der Verfügbarkeit der Anlage steht die Transparenz der Materialflüsse im Mittelpunkt. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen ist langfristig angelegt und umfasst auch die Betreuung der Anlage im laufenden Betrieb.







