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Kreislaufwirtschaft: Strategien für Unternehmen

Ein Whitepaper des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA untersucht, wie Unternehmen Kreislaufwirtschaft strategisch umsetzen können. Im Fokus stehen regulatorische Anforderungen, Rohstoffverfügbarkeit und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

von | 21.05.26

Das Fraunhofer IPA untersucht Rahmenbedingungen und Herausforderungen bei der Umsetzung von Kreislaufwirtschaft in Industrieunternehmen.
Francois Eichinger / AdobeStock
Kreislaufwirtschaft

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA hat das Whitepaper „Kreislaufwirtschaft strategisch umsetzen – Effizienz, Konsistenz und Suffizienz in der unternehmerischen Praxis“ veröffentlicht. Auf Basis wissenschaftlicher Analyse und praxisnaher Experteninterviews wird untersucht, wie Unternehmen den Übergang von linearen zu zirkulären Wirtschaftsmodellen wirtschaftlich gestalten können. Hintergrund sind steigende Anforderungen sowie zunehmender Druck durch Rohstoffknappheit und globale Lieferketten.

Regulatorische Anforderungen nehmen zu

Laut Whitepaper erhöhen verschiedene europäische und nationale Vorgaben den Handlungsdruck auf Unternehmen. Dazu zählen unter anderem die Ökodesign-Verordnung (ESPR), der Digital Product Passport, die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) sowie der Critical Raw Materials Act.

Für Unternehmen stelle sich zunehmend weniger die Frage, ob Maßnahmen erforderlich seien, sondern wie sich die Transformation wirtschaftlich umsetzen lasse.

Zwischen Anspruch und Umsetzung

Im Rahmen des Whitepapers führte das Fraunhofer IPA Experteninterviews mit Fach- und Führungskräften aus Maschinenbau, Automobil, Elektronik und Chemie durch. Die Auswertung zeigt, dass regulatorische Anforderungen derzeit als wichtigster Treiber gelten. Gleichzeitig erschweren wirtschaftliche und organisatorische Faktoren die Umsetzung.

Zu den genannten Herausforderungen zählen fehlende Geschäftsmodelle, begrenzte Zahlungsbereitschaft, technische Restriktionen sowie mangelnde Transparenz entlang von Materialflüssen und Lebenszyklen.

Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette

Nach Einschätzung der Autorinnen und Autoren lässt sich Kreislaufwirtschaft nur begrenzt innerhalb einzelner Unternehmen umsetzen. Erforderlich seien abgestimmte Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Produktdesign über Nutzung bis hin zu Rückführung und Wiederverwertung. Fehlende Standards und fragmentierte Datenstrukturen erschwerten derzeit die Zusammenarbeit.

Handlungsempfehlungen und Wettbewerbsfähigkeit

Die Autorinnen und Autoren leiten konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen ab. Im Mittelpunkt steht weniger die Frage, welche Maßnahmen grundsätzlich geeignet sind, sondern wie Unternehmen die Transformation systematisch angehen, priorisieren und wirtschaftlich absichern können. In der Praxis scheitere die Transformation häufig an mangelnder Skalierbarkeit, Zielkonflikten und unklaren Verantwortlichkeiten.

Das Fraunhofer IPA bewertet Kreislaufwirtschaft zunehmend als strategischen Faktor. Unternehmen könnten dadurch nicht nur regulatorische Anforderungen erfüllen, sondern auch neue Geschäftsmodelle erschließen und ihre Resilienz stärken.

Zum kostenlosen Download des Whitepapers

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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