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Innovation: Dekarbonisierung von Kehrichtverwertungsanlagen

TES und die VBSA haben eine Partnerschaft zur Dekarbonisierung von Kehrichtverwertungsanlagen in der Schweiz unterzeichnet, die jährlich rund 4 Millionen Tonnen CO2 emittieren.

von | 16.11.22

Das recycelte CO2 wird als Träger für den Transport von grünem Wasserstoff dienen © Adobe Stock
16.11.2022 Ι TES und die VBSA haben eine Partnerschaft zur Dekarbonisierung von Kehrichtverwertungsanlagen in der Schweiz unterzeichnet, die jährlich rund 4 Millionen Tonnen CO2 emittieren.

Der Verband der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen (VBSA) geht eine Partnerschaft mit Tree Energy Solutions (TES) ein, um CO2 aus der Schweiz abzuscheiden und ins Ausland zu transportieren. TES entwickelt ein Geschäftsmodell zur Bereitstellung großer Mengen an erneuerbarem und erschwinglichem eNG (grünem Gas). Dabei wird Wasserstoff mit recyceltem CO2 kombiniert und schafft somit einen geschlossenen, emissionsfreien Energiekreislauf.

CO2-Transportnetz verbindet Standorte

TES und OGE entwickeln gemeinsam ein 1000 Kilometer langes CO2-Transportnetz in Deutschland, das den TES Green Energy Hub in Wilhelmshaven mit mehreren Industriestandorten verbindet. An diese wird das CO2 verschifft und anschließend sequestriert oder für die Produktion von eNG wiederverwendet. Die strategisch wichtigen Standorte der Schweiz, wie z. B. Basel, können per Zug oder mit Pipelines an diese Infrastruktur angeschlossen werden.

„Mit der Dekarbonisierung unserer Kehrichtverwertungsanlagen betreten wir Neuland. Der CO2-Abtransport ist eine besondere Herausforderung. Bis spätestens 2050 brauchen wir eine zuverlässige Transportinfrastruktur für Millionen Tonnen CO2. Heute brauchen wir kompetente Partner, um die Planung dieser Infrastruktur voranzutreiben“, sagt Robin Quartier, Direktor VBSA.

Im Rahmen der Partnerschaft wird erhoben, wie viel CO2 in welchen Zeiträumen aus der Schweiz abgeführt werden soll. Diese Mengen können dann bei der Dimensionierung des Transportnetzes in Deutschland und allfälliger Verbindungsrouten berücksichtigt werden.

Ausbau von grüner Energie

Der Green Energy Hub wird als Katalysator für eine zirkuläre Kohlenstoffwirtschaft wirken. Das recycelte CO2 wird als Träger für den Transport von grünem Wasserstoff dienen. Es wird an der Quelle abgeschieden und dann zu Orten transportiert, wo es entweder sequestriert oder mit grünem Wasserstoff zu eNG kombiniert werden kann, so dass ein geschlossener, emissionsfreier Energiekreislauf entsteht. Der Wilhelmshavener Green Energy Hub wird zu einem zentralen Anlaufpunkt für grüne, sichere und bezahlbare Energie in Europa.

„Wir freuen uns, mit dem Verband der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen bei der Verwertung von Kohlenstoff zusammenzuarbeiten. Unsere gemeinsame Initiative unterstützt das Ziel, die globale Dekarbonisierung zu beschleunigen und gleichzeitig grüne, erschwingliche Energie in Europa bereitzustellen“, ergänzt Marco Alverà, CEO von TES.

Zur Webseite von TES

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Das recycelte CO2 wird als Träger für den Transport von grünem Wasserstoff dienen © Adobe Stock

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