Bei einem Festakt in Algier unterzeichneten GEA, Baladna, ein katarischer Milcherzeugnishersteller, und die algerische Regierung einen Vertrag über den Bau einer großen, integrierten Molkerei mit Milchfarm und Milchpulveranlage. Die Anlage soll eine vollständig integrierte Wertschöpfungskette abdecken – von der Milcherzeugung über die Milchpulververarbeitung bis hin zur Verpackung des Endprodukts. Der Produktionsstart ist für Ende 2027 vorgesehen.
GEA liefert Technik und Prozessplanung
GEA wurde mit der Lieferung von Melk- und Milchverarbeitungsanlagen beauftragt. Der Auftrag umfasst darüber hinaus die Prozessplanung sowie Servicedienstleistungen. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 140 bis 170 Millionen Euro. Zum Einsatz kommt ein breites Spektrum an Systemlösungen von GEA, darunter Komponenten für das Melken, die Milchverarbeitung und die Verpackung. Der Leistungsumfang umfasst zudem Systeme zur Separation, Membranfiltration und Wärmebehandlung sowie zur Verarbeitung und Trocknung. Die Divisionen Liquid & Powder Technologies (LPT) und Farm Technologies (FT) übernehmen als Vertragspartner von Baladna Algeria weitere Anlagenteile.
Beitrag zur lokalen Selbstversorgung
Algerien zählt weltweit zu den größeren Importländern von Milchpulver. Ziel des Vorhabens ist es, die lokale Milchversorgung zu steigern und somit die Selbstversorgung zu erhöhen.
Das Projekt wird mit der neu gegründeten Tochtergesellschaft Baladna Algeria S.P.A. realisiert, die aus der strategischen Partnerschaft zwischen der algerischen Regierung und dem katarischen Milchproduzenten Baladna Q.P.S.C. hervorgegangen ist.
Die geplante Anlage liegt rund 90 Kilometer von der Provinzhauptstadt Adrar entfernt. Nach Angaben der Projektbeteiligten soll sie eine jährliche Kapazität von bis zu 100.000 Tonnen Milchpulver erreichen. Die Realisierung beginnt Anfang 2026, die Inbetriebnahme der Milchpulverproduktion ist für Ende 2027 angesetzt. Außerdem sollen mittelfristig 5.000 Arbeitsplätze entstehen.
Statements der Projektbeteiligten
„Wir sind stolz, dass Baladna und die algerische Regierung GEA eine Schlüsselrolle bei diesem Leuchtturmprojekt anvertrauen. Wir bauen nicht nur die weltweit größte Anlage ihrer Art, sondern tragen auch zur Stärkung von Ernährungssicherheit und wirtschaftlicher Entwicklung in der Region bei. Dieses Projekt zeigt die Attraktivität unseres Technologie- und Produktportfolios auf – untermauert durch unsere hohe Expertise in der Prozess- und Anlagentechnik bei Großprojekten“, so Stefan Klebert, CEO von GEA.
„Diese Zusammenarbeit mit GEA ist ein Meilenstein bei der Beschleunigung des Projekts. Wir freuen uns, die renommierteste Expertise sowie namhafte Unternehmen aus aller Welt für die Fertigstellung des Projekts, das höchsten internationalen Standards entspricht, gewonnen zu haben“, sagte Mohamed Moutaz Al Khayyat, Vorsitzender von Baladna.







