Die deutsche Ernährungsindustrie verzeichnete im April 2026 ein preisbereinigtes Umsatzminus von 2,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Der preisbereinigte Auslandsumsatz stieg um 1,2 %, während der Inlandsumsatz um 4,0 % zurückging. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturreport der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hervor.
Nominal erzielten die Lebensmittelherstellenden einen Umsatz von 19,3 Milliarden Euro. Davon entfielen 12,1 Mrd. Euro auf das Inlandsgeschäft und 7,2 Mrd. Euro auf den Export. Gegenüber dem Vorjahresmonat sanken die nominalen Umsätze um 6,8 % im Inland und um 3,7 % im Ausland.
Preisentwicklung und Produktion
Die Ausfuhrpreise gingen um 4,8 % zurück, die Inlandsverkaufspreise um 2,9 %. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex blieb gegenüber dem Vorjahresmonat unverändert. Dieser Index misst die reale Produktionsmenge und ist um Preisveränderungen bereinigt.
Rohstoffpreise entwickeln sich unterschiedlich
Der FAO Food Price Index sank im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,4 %. Während die Preise für pflanzliche Öle und Fleisch stiegen, gaben die Indizes für Zucker, Getreide und Milchprodukte nach. Im April lagen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte 12,3 % unter dem Vorjahresniveau.
Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse gingen gegenüber dem Vormonat um 4,2 % zurück und lagen 12,1 % unter dem Vorjahreswert. Bei Produkten tierischer Herkunft stiegen die Preise im Monatsvergleich leicht um 0,1 %, lagen im Jahresvergleich jedoch 12,4 % unter dem Niveau des Vorjahres.
Energierohstoff-Preise steigen
Bei den Energierohstoffen verzeichneten die Erzeugerpreise für Erdöl, Braunkohle und Erdgas gegenüber dem Vormonat Zuwächse. Die Erdgaspreise lagen weiterhin deutlich über dem Niveau von Anfang 2020.
Geschäftsklima bleibt verhalten
Der ifo-Geschäftsklimaindex der Ernährungsindustrie sank im Juni gegenüber dem Vormonat um 7,3 Punkte auf 84,9 Punkte. Auch die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage sowie die Erwartungen für die kommenden sechs Monate fielen schlechter aus. Das GfK-Konsumklima verbesserte sich dagegen leicht.







