Die deutsche Ernährungsindustrie erzielte im November 2025 einen nominalen Umsatz von 19,9 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Preisbereinigt ging der Umsatz jedoch um 0,5 Prozent zurück.
Der Inlandsumsatz lag nominal bei 12,6 Milliarden Euro und damit 1,9 % über dem Vorjahreswert. Preisbereinigt entwickelte sich das Inlandsgeschäft stabil, gegenüber dem Vorjahresmonat stieg es um 1,0 %. Der nominale Auslandsumsatz belief sich auf 7,3 Milliarden Euro und lag 2,7 % unter dem Vorjahresniveau. Preisbereinigt sank er um 3,1 %.
Die Ausfuhrpreise erhöhten sich um 0,5 %, die Inlandsverkaufspreise um 0,9 Prozent. Der kalender- und saisonbereinigte Produktindex ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 % zurück.
Agrarrohstoffe mit uneinheitlicher Entwicklung
Die Preisentwicklung bei Agrarrohstoffen beeinflusst die Kostenstruktur der Lebensmittelhersteller maßgeblich. Im Januar sank der FAO Food Price Index, das Barometer für weltweite Nahrungsmittelpreise, auf 123,9 Punkte und lag damit 0,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Während die Teilindizes für Zucker (- 19,2 %), Milchprodukte (-14,9 %) und Getreide zurückgingen, stiegen die Indizes für Öl (+10,2 %) und Fleisch (+6,1 %).
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im November 2,6 Prozent unter dem Vormonat und 5,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau Anfang 2020 entspricht dies jedoch weiterhin einem Anstieg von 27 Prozent.
Bei pflanzlichen Erzeugnissen ergab sich im Monatsvergleich ein Plus von 0,5 %, im Jahresvergleich jedoch ein Minus von 11,5 %. Die Preise für Speisekartoffeln lagen 45,6 % unter dem Vorjahreswert, während Champignons 6,6 % teurer waren. Produkte tierischer Herkunft verzeichneten im Jahresvergleich ein Minus von 2,3 %. Deutlich stiegen hingegen die Rinderpreise (+28,7 %), während die Preise für Schweine um 13,3 % sanken.
Energiekosten weiterhin über Vorkrisenniveau
Die Erzeugnisse für Energierohstoffe entwickelten sich im Dezember rückläufig: Erdgas verbilligte sich im Monatsvergleich um 1,5 %, Erdöl um 1,6 % und Braunkohle um 4,5 %. Trotz des Rückgangs liegen die Erdgaspreise weiterhin rund 187 % über dem Niveau von Anfang 2020.
Geschäftsklima unter neutraler Marke
Der ifo-Geschäftsklimaindex für die Stimmung und Erwartungen in der Ernährungsindustrie stieg im Januar um 5,1 Punkte auf 89,3 Punkte, bleibt damit jedoch deutlich unter der neutralen Marke von 100. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage sank leicht, während sich die Erwartungen für die kommenden sechs Monate verbesserten. 36,8 % der befragten Unternehmen rechneten mit einer Verschlechterung ihrer Geschäftslage, nur 18,8 % erwarteten eine Verbesserung.
Verbraucherstimmung gedämpft
Das GfK-Konsumklima als zentraler Indikator für die Verbraucherstimmung verschlechterte sich im Januar von minus 23,4 auf minus 26,9 Punkte. Für Februar wird eine leichte Erholung auf minus 24,1 Punkte erwartet. Die allgemeinen Verbraucherpreise blieben im Dezember gegenüber dem Vormonat stabil und lagen im Jahresvergleich 1,8 % höher.







