Die deutsche Ernährungsindustrie verzeichnete im Februar 2026 ein leichtes Umsatzplus. Laut der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) stieg der reale Umsatz gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,4 %. Dabei legte insbesondere das Auslandsgeschäft mit einem preisbereinigten Plus von 2,9 Prozent zu, während der Inlandsumsatz gegenüber dem Vormonat um 1,1 Prozent zurückging.
Nominale Umsätze rückläufig
Insgesamt erwirtschaftete die Branche im Februar einen nominalen Umsatz von 18,2 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 2,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Davon entfielen 11,2 Milliarden Euro auf das Inlandsgeschäft und 7,0 Milliarden Euro auf den Export.
Die Ausfuhrpreise gingen im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 % zurück, die Inlandsverkaufspreise sanken um 1,7 %. Gleichzeitig stieg der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 2,9 %.
Rohstoffpreise entwickeln sich unterschiedlich
Bei den Agrarrohstoffen zeigte der FAO-Food-Price-Index im April einen Anstieg um 1,6 % gegenüber dem Vormonat. Besonders deutlich legten pflanzliche Öle zu, während die Preise für Zucker und Milchprodukte zurückgingen.
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Februar insgesamt 10,9 % unter dem Vorjahresniveau. Während der Preisindex für Rinder deutlich anstieg, gingen die Preise für Schweine und Kartoffeln zurück.
Energiekosten weiterhin hoch
Auch bei Energierohstoffen verzeichnete das Statistische Bundesamt Preissteigerungen. Die Erzeugerpreise für Erdgas lagen im März rund 176 Prozent über dem Niveau von Anfang 2020. Gegenüber dem Vormonat stiegen insbesondere die Preise für Erdgas und Erdöl.
Geschäftsklima bleibt verhalten
Der ifo-Geschäftsklimaindex für die Ernährungsindustrie stieg im April zwar leicht auf 89,7 Punkte, blieb damit jedoch weiterhin unter der neutralen Marke von 100 Punkten. Die aktuelle Geschäftslage wurde schlechter bewertet als im Vormonat, während sich die Erwartungen für die kommenden sechs Monate verbesserten.
Das Konsumklima entwickelte sich dagegen rückläufig. Nach Angaben der GfK sank der Index im April auf minus 28,1 Punkte.







