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CO2-Nutzung: Innovationspreis für drei CCU-Technologien

Auf der CO₂-Based Fuels and Chemicals Conference 2026 wurden drei Technologien zur Nutzung von CO₂ mit dem Innovationspreis „Best CO₂ Utilisation 2026“ ausgezeichnet. Prämiert wurden Lösungen für Direct Air Capture, e-Methanol und elektrochemische CO₂-Umwandlung.

von | 20.05.26

Die Gewinner des Innovationspreises „Best CO₂ Utilisation 2026“ mit Mitbegründer der nova-Institut GmbH Michael Carus (links).
Quelle: nova-Institut
Innovationspreis nova-Institut

Auf der CO₂-based Fuels and Chemicals Conference 2026 in Köln wurde der Innovationspreis „Best CO₂-Utilisation 2026“ vergeben. Rund 170 Fachleute diskutierten aktuelle Entwicklungen im Bereich Carbon Capture and Utilisation (CCU) und Power-to-X-Technologien. Das nova-Institut organisiert den Preis gemeinsam mit CO₂ Value Europe.

Die diesjährigen Gewinner, RAPCO2 (Italien), Aerleum (Frankreich) und OCOchem (USA), wurden im Rahmen einer Publikumsabstimmung aus sechs nominierten Technologien ausgewählt.

Direct Air Capture mit integrierter Umwandlung

Den ersten Platz belegte RAPCO2 mit den Systemen BlueLeaf und eJungle. Die Technologie kombiniert die Abscheidung von CO₂ aus der Umgebungsluft mit einer anschließenden Umwandlung zu Acetat. Daraus kann später unter anderem Isopropanol (IPA), ein sicherer und ungiftiger Kraftstoff, hergestellt werden. Nach Angaben des Unternehmens zeichnet sich das Verfahren durch einen geringen Energiebedarf aus.

E-Methanol für Industrie und Verkehr

Aerleum erreichte den zweiten Platz mit einer Technologie zur direkten Umwandlung von atmosphärischem oder industriellem CO₂. Die erste Anwendung zielt auf die Herstellung von E-Methanol ab, das als Kraftstoff und chemischer Rohstoff genutzt werden kann. Zudem ist der Einsatz zur Herstellung von Alltagsprodukten mit einem geringeren CO₂-Fußabdruck sowie im großskaligen industriellen Bereich vorgesehen, unter anderem im Luft- und Schiffsverkehr.

Elektrolyse zur Herstellung von Formiat

OCOchem belegte den dritten Platz. Das Unternehmen nutzt einen elektrochemischen Prozess, um Kohlendioxid und Wasser in nachhaltige Ameisensäure oder Kaliumformiat umzuwandeln. Das modulare System erreicht laut Unternehmen eine Produktionskapazität von 60 Tonnen pro Jahr. Die ersten kommerziell verfügbaren, CO₂-negativen Formiate wurden im Oktober 2025 an 5 Kunden ausgeliefert.

Nominierung weiterer Technologien

Zu den drei weiteren Nominierten gehörten ICODOS aus Deutschland mit einer E-Methanol-Technologie, CERT Systems aus Kanada mit einem elektrochemischen Verfahren zur Ethylenherstellung sowie CYNiO aus Deutschland mit CO₂-basierten Isocyanaten.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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