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Borealis: Abwasserreinigungsanlage senkt Kunststoffverlust

Borealis gibt bekannt, dass die auf den neuesten Stand der Technik gebrachte Abwasserreinigungsanlage am integrierten Produktionsstandort in Schwechat, Österreich, nun vollständig betriebsbereit ist. Erfolgreiche Tests der fortschrittlichen, mehrstufigen Anlage, die im November 2019 installiert wurde, zeigen, dass sie die Risiken unbeabsichtigter Kunststoffverluste nun noch effektiver als zuvor senkt.

von | 11.12.20

Quelle: Borealis

So setzt das Unternehmen einen weiteren Schritt in seiner „Goal Zero“- Strategie, die je nach Bereich die Ziele „Null Unfälle“, oder „Null Emissionen“ (und in diesem Fall „Null Kunststoffverlust“) verfolgt. Borealis investierte rund 6 Millionen Euro in die spezifisch konzipierte Filteranlage, die das Ergebnis einer umfassenden und produktiven Zusammenarbeit mit österreichischen Universitäten und Technologieanbietern ist.

Neue Filteranlage

Die neue Filteranlage in Schwechat ist das jüngste Beispiel konkreter Maßnahmen, die auf betrieblicher Ebene gesetzt werden, um das Ziel von null Kunststoffverlusten zu erreichen. Regelmäßige interne Kontrollen der Abwasserströme stellen sicher, dass die Emissionen stets innerhalb der strengen gesetzlichen Grenzwerte bleiben.

Wissenschaftliche Kooperation

Borealis‘ Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Wien (TU Wien) und der Technischen Universität Graz (TU Graz) machte wesentliche Fortschritte im Rahmen der Weiterentwicklung der Abwasserreinigungsanlage in Schwechat möglich. Da zu Beginn des Projekts festgestellt wurde, dass es keine Standardlösungen gibt, die eine bessere Performance als die bestehenden Anlagen liefern, arbeiteten Borealis‘ Techniker eng mit Wissenschaftlern dieser Universitäten zusammen, um neuartige Wege zur Messung des Kunststoffgehalts im Wasser zu finden.

Wie die Anlage funktioniert

In der Folge wurden neue Systeme entwickelt, um derartiges Material aus dem Abwasser zu entfernen. Die Ende 2019 am Standort Schwechat installierte, spezifisch entwickelte Filterinfrastruktur umfasst zwei separate Filtersysteme zur mehrstufigen Reinigung von belastetem Wasser. Das neuartige System ist in der Lage, ein breites Spektrum an Partikelgrößen, von einigen Millimetern bis zu extrem kleinen Teilchen der unlöslichen Feststoffe im niedrigen Mikrometerbereich, zu filtern. Die Anlagen sind den bestehenden Abscheidern nachgelagert und fungieren als zusätzliche Sicherheitsbarriere.

Eine Studie der TU Wien bestätigt, dass durch das Filtersystem wesentliche Fortschritte gemacht wurden, was die Reinheit des Abwassers anbelangt. „Die Reinigungskapazitäten, die wir in Schwechat hatten, waren bereits vorher gut, aber das aufgerüstete System ist in puncto Komplexität und Leistungsfähigkeit in Europas Kunststoffindustrie einzigartig“, erklärt Borealis‘ Vorstandsvorsitzender Alfred Stern. „Die Entwicklung von Innovationen für ein nachhaltigeres Leben gemeinsam mit unseren Partnern aus der Wissenschaft sowie bedeutende Investitionen in derartige Upgrades steigern unsere „Operational Excellence“. Wir haben vor, unsere Verpflichtung zur Reduzierung der Kunststoffverluste einzuhalten, um unser „Goal Zero“ – Null VerlusteZiel – zu erreichen.“

Neben den betrieblichen Maßnahmen umfasst Borealis‘ „Zero Pellet Loss“-Initiative eine breite Palette an Aktivitäten innerhalb der Branche. Borealis war einer der ersten Unterzeichner von Operation Clean Sweep® (OCS), einem internationalen Programm, das von der Society of the Plastics Industry und dem American Chemistry Council ins Leben gerufen wurde. In Europa wird dieses Programm von PlasticsEurope koordiniert. Im Jahr 2019 leistete Borealis einen Beitrag zum Entwurf strenger neuer Bestimmungen. In Österreich ist Borealis ein Partner des „Zero Pellet Loss“-Pakts, der ähnliche Ziele wie das OCS-Programm verfolgt.

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