Asahi Kasei wird im Zuge der laufenden Portfoliooptimierung die Produktion von Hexamethylendiamin (HMD) einstellen. Grundlage der Entscheidung war eine Bewertung der Marktdynamik, der Wettbewerbsfähigkeit und des künftigen Kapitalbedarfs. Die Produktionsbeendigung soll bis April 2027 vollständig umgesetzt werden. HMD und das Nebenprodukt Propionitril werden unter anderem für Polyamid 66 (PA66) und Hexamethylendiisocyanat (HDI) eingesetzt.
Fortführung der Produktion an anderen Standorten
Von der Maßnahme unberührt bleiben die Herstellung von PA66-Granulat und -Filamenten von Asahi Kasei in Nobeoka sowie die Produktion von HDI und dessen Derivaten in Hyuga. Beide Standorte liegen in der japanischen Präfektur Miyazaki. Die betroffenen Mitarbeitenden werden innerhalb des Unternehmens anderweitig eingesetzt. Auswirkungen auf die konsolidierte Ergebnisprognose erwartet das Unternehmen nicht.
Einbettung in den mittelfristigen Managementplan
Der Ausstieg aus der HMD-Produktion ist Teil des dreijährigen Managementplans „Trailblaze Together“, mit dem Asahi Kasei eine stärkere Kapitaleffizienz und eine Fokussierung auf strategische Wachstumsbereiche anstrebt. Dazu gehören Pharmazeutika, Intensivmedizin, Elektronikkomponenten und Materialien für die Halbleiterindustrie.
Weitere Schritte der Portfolioanpassung
In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen bereits verschiedene Maßnahmen umgesetzt, darunter den Verkauf des Blei-Säure Batterieseparatorherstellers Daramic, den Ausstieg aus dem Geschäft mit Methylmethacrylat (MMA)-Monomeren sowie den Ausbau der Kapazitäten für photosensitive Polyimide. Die Maßnahmen sollen die Grundlage für das nachhaltige und profitable Wachstum stärken.







