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Atemschutzgeräte: Dichtsitz regelmäßig überprüfen

Bei der Arbeit mit Gefahrstoffen muss eine Persönliche Schutzausrüstung (PSA), zu der häufig eine Atemschutzmaske zählt, getragen werden. Da Masken nur mit optimalem Sitz einen umfassenden Schutz vor potenziellen gesundheitlichen Schäden gewährleisten, hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Ende 2021 ihre Regel 112-190 „Benutzung von Atemschutzgeräten“ erweitert.

von | 04.10.22

Eine Atemmaske schützt nur dann zuverlässig, wenn sie zum individuellen Gesicht des Anwenders passt und korrekt aufgesetzt wird. © KOLLAXO
04.10.2022 Ι Bei der Arbeit mit Gefahrstoffen muss eine Persönliche Schutzausrüstung, zu der häufig eine Atemschutzmaske zählt, getragen werden. Da Masken nur mit optimalem Sitz einen umfassenden Schutz vor potenziellen gesundheitlichen Schäden gewährleisten, hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Ende 2021 ihre Regel 112-190 „Benutzung von Atemschutzgeräten“ erweitert.

Im Zuge der Regelwerk-Überarbeitungen implementierte die DGUV die Empfehlung zur Durchführung einer Anpassungsüberprüfung. In diesem Masken Fit-Test kann die Dichtigkeit einer Atemschutzmaske verlässlich ermittelt werden. Verpflichtend ist nun, dass die Passform geschlossener Atemanschlüsse bei jedem Anwender individuell vor dem ersten Einsatz durch eine ausgebildete Person überprüft werden muss.

So verläuft das Masken-Fit-Testing

Beim quantitativen Fit Test geht es darum festzustellen, ob eine Maske zum individuellen Gesicht des Anwenders passt. Bei dieser objektiven Testvorgehensweise misst die testende Person mit Hilfe eines sogenannten Partikelzählers die Partikelkonzentrationen innerhalb und außerhalb eines Atemschutzes. Während des Tests absolviert der Anwender Bewegungs-, Atem- und Sprechübungen, die dem realistischen Arbeitsalltag nachempfunden sind. Das gemessene Verhältnis der Partikelanzahl zueinander bildet die Schutzwirkung der Maske als Zahlenwert ab. Je nach Maskentyp muss ein bestimmter Wert erreicht werden, um den Test zu bestehen. Dieses Verfahren hat sich z.B.  in den Vereinigten Staaten längst bewährt und erhält nun in Deutschland Einzug.

Mit gutem Beispiel voran

Gerade für Mitarbeiter im Industriebereich, die vor Antritt der Arbeitsstelle keine Berührungspunkte mit Atemschutz hatten, ist ein Masken Fit-Test mehr als sinnvoll. Der pharmazeutische Auftragshersteller Rottendorf Pharma GmbH übernimmt in Zusammenarbeit mit seinem Fachhändler Piel GmbH und dem VTH-Qualitätspartner Dräger Verantwortung für die Gesundheit seiner Belegschaft und führt bereits seit Jahren regelmäßig Masken Fit-Tests durch.

„Die neue DGUV-Regel bestätigt uns, dass wir mit dem Masken Fit Test auf dem richtigen Weg sind“, bekräftigt Friedrich Günnewig, Diplomchemiker und Sicherheitsfachkraft bei Rottendorf Pharma GmbH.

Zur Webseite des VTH

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Eine Atemmaske schützt nur dann zuverlässig, wenn sie zum individuellen Gesicht des Anwenders passt und korrekt aufgesetzt wird. © KOLLAXO

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